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WordPress Webseite umziehen ohne Datenverlust: Anleitung

Inhaltsverzeichnis

Zuletzt aktualisiert: September 10, 2026

WordPress Webseite umziehen ohne Datenverlust: Was Sie vorab wissen müssen

Eine WordPress-Webseite umzuziehen ohne Datenverlust ist kein Hexenwerk, aber sie verzeiht keine Abkürzungen. Wer vorher Backups anlegt, Dateien und Datenbank getrennt behandelt und den DNS-Wechsel erst ganz am Ende vornimmt, verliert in der Regel nichts. Dieser Leitfaden von 1euro-hosting.de führt Sie durch den kompletten Ablauf, von der Sicherung bis zur SEO-Kontrolle nach dem Umzug.

Der häufigste Fehler passiert nicht beim Kopieren, sondern beim Planen: Viele starten den Server-Umzug, bevor sie ein vollständiges Backup-Archiv in der Hand haben. Genau dort entsteht der Datenverlust.

Bevor Sie loslegen, klären Sie drei Dinge:

  • Zugangsdaten: Plesk- oder Hosting-Panel des alten und neuen Anbieters, FTP-Client-Zugang, phpMyAdmin-Zugriff
  • Zeitfenster: Planen Sie den Umzug auf eine verkehrsarme Phase, idealerweise nachts oder am Wochenende
  • Wartungsmodus: Aktivieren Sie ihn kurz vor dem Wechsel, damit Besucher keine halbfertige Seite sehen

Ein WordPress-Umzug läuft in fünf Phasen ab: Backup erstellen, Dateien und Datenbank übertragen, neue Server-Konfiguration prüfen, DNS-Einstellungen anpassen und nach dem Umzug kontrollieren. Wer diese Reihenfolge einhält, muss nichts neu aufbauen.

WordPress Backup erstellen: Die Grundlage für einen sicheren Umzug

Ohne Backup beginnt kein Umzug. Ein vollständiges Backup besteht immer aus zwei Teilen: der Datenbank mit allen Inhalten, Einstellungen und Nutzerkonten sowie dem Dateisystem mit Themes, Plugins und Uploads. Fehlt einer der beiden Teile, ist die Migration unvollständig.

Eine Person sitzt an einem aufgeräumten Schreibtisch vor einem Laptop, auf dem Bildschirm ist ein Datei-Explorer mit einem Backup-Ordner zu sehen, daneben ein Notizbuch mit einer Checkliste
Eine Person sitzt an einem aufgeräumten Schreibtisch vor einem Laptop, auf dem Bildschirm ist ein Datei-Explorer mit einem Backup-Ordner zu sehen, daneben ein Notizbuch mit einer Checkliste

Datenbank-Export über phpMyAdmin durchführen

Melden Sie sich in phpMyAdmin an, wählen Sie links die Datenbank Ihrer WordPress-Installation und öffnen Sie den Reiter "Exportieren". Stellen Sie das Format auf SQL und wählen Sie die Option "Benutzerdefiniert", damit Sie alle Tabellen vollständig sichern. Der SQL-Dump landet anschließend als .sql-Datei auf Ihrem Rechner.

Zwei Punkte entscheiden über die Qualität des Exports:

  • Zeichensatz: Wählen Sie utf8mb4, sonst brechen Umlaute und Sonderzeichen nach dem Import (dev.mysql.com).
  • Kodierung: Aktivieren Sie "Als Datei speichern" und prüfen Sie am Ende, ob die Datei sich öffnen lässt.

Bei sehr großen Datenbanken bricht der Export über phpMyAdmin häufig wegen eines Server-Timeouts ab. Dazu unten mehr.

Dateien per FTP/SFTP sichern und wp-config.php prüfen

Verbinden Sie sich mit einem FTP-Client per SFTP-Zugang zum Root-Verzeichnis und laden Sie den kompletten WordPress-Ordner herunter. Achten Sie darauf, dass versteckte Dateien wie .htaccess mit übertragen werden, sonst verlieren Sie später Redirects und Permalinks.

Öffnen Sie danach die wp-config.php und notieren Sie sich das Datenbank-Präfix. Es lautet standardmäßig wp_, kann aber abweichen. Diese Information brauchen Sie beim Import.

Profi-Tipp Prüfen Sie die heruntergeladenen Dateien auf Vollständigkeit, indem Sie die Anzahl der Ordner mit dem Original vergleichen. Ein abgebrochener FTP-Transfer fällt oft erst beim Import auf, wenn einzelne Plugin-Verzeichnisse fehlen.

WordPress Serverwechsel Anleitung: Die Migration Schritt für Schritt

Die eigentliche Migration läuft in klaren Schritten ab. Legen Sie zuerst auf dem neuen Server eine frische WordPress-Installation an oder nutzen Sie ein vorkonfiguriertes Paket, das eine vollwertige Installation bereits mitbringt. Danach importieren Sie Datenbank und Dateien.

Datenbank importieren und Präfixe anpassen

Öffnen Sie phpMyAdmin beim neuen Hoster, wählen Sie die neue Datenbank und starten Sie den Import über den Reiter "Importieren". Laden Sie die zuvor erstellte .sql-Datei hoch.

Weicht das Datenbank-Präfix der neuen Installation von dem der alten ab, müssen Sie die Tabellennamen in der SQL-Datei vor dem Import anpassen. Suchen und ersetzen Sie das alte Präfix durch das neue, sonst findet WordPress die Tabellen nicht.

Dateirechte setzen und PHP-Version beim neuen Hoster konfigurieren

Kopieren Sie alle Dateien aus dem Backup in das Root-Verzeichnis der neuen Installation. Setzen Sie anschließend die Dateirechte: Ordner auf 755, Dateien auf 644 (wordpress.org). Die wp-config.php sollte auf 600 stehen.

Prüfen Sie im Plesk-Kontrollpanel die PHP-Version. Läuft die neue Umgebung auf einer anderen Version als die alte, kann es zu Fehlern mit älteren Plugins kommen. Stimmen Sie die Version ab, bevor Sie die Seite live schalten.

Achtung Ein häufiger Fehler ist das Überschreiben der `wp-config.php` aus dem Backup. Diese Datei enthält die Zugangsdaten der neuen Datenbank. Behalten Sie die neue Version und übertragen Sie nur die individuellen Einträge aus der alten Datei.

WordPress Migration Plugin: Wann sich der Einsatz lohnt

Ein Migration-Plugin automatisiert den Ablauf und ist für Einsteiger oft der schnellere Weg. Es bündelt Datenbank und Dateien in einem Archiv, das Sie auf dem neuen Server wieder einspielen. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis, der Nachteil in der Kontrolle.

Wann ein Plugin sinnvoll ist:

  • Die Seite ist überschaubar groß und läuft stabil
  • Sie möchten den Umzug ohne Kommandozeile erledigen
  • Der neue Hoster bietet eine vorkonfigurierte WordPress-Installation

Wann Sie besser manuell arbeiten:

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  • Die Datenbank ist sehr groß und läuft beim automatischen Export in einen Server-Timeout
  • Die Server-Konfiguration unterscheidet sich deutlich zwischen altem und neuem Anbieter
  • Sie möchten jede Datei und jeden Eintrag selbst kontrollieren

Ein Plugin ersetzt kein Backup. Erstellen Sie die Sicherung trotzdem manuell, damit Sie im Fehlerfall eine unabhängige Kopie haben.

DNS-Einstellungen, Domain-Transfer und Server-Umzug richtig planen

Der DNS-Wechsel ist der Moment, in dem die Seite tatsächlich umzieht. Bis dahin läuft alles auf dem alten Server weiter. Erst wenn die Nameserver oder der A-Record auf die neue IP-Adresse zeigen, greifen Besucher auf die neue Umgebung zu.

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Domain-Mapping prüfen: Notieren Sie sich die aktuelle DNS-Konfiguration, bevor Sie etwas ändern.
  2. A-Record anpassen: Zeigt der A-Record auf die IP des neuen Servers, greifen Anfragen dort an.
  3. Nameserver umstellen: Nutzen Sie die Nameserver des neuen Anbieters, dauert die DNS-Propagation je nach Anbieter unterschiedlich lange.
  4. Domain-Transfer: Ein vollständiger Transfer des Domain-Eigentums ist nicht zwingend nötig, wenn Sie nur den Server wechseln.

Während der DNS-Propagation erreichen manche Besucher noch den alten Server, andere bereits den neuen. Das ist normal und kein Zeichen für einen Fehler. Lassen Sie den alten Server in dieser Zeit unbedingt erreichbar und unverändert.

Post-Migration SEO-Checkliste: Nach dem Umzug sichtbar bleiben

Die meisten Anleitungen enden mit dem Login auf der neuen Seite. Genau dort beginnt die Arbeit, die über Ihre Sichtbarkeit entscheidet. Ein Umzug kann Rankings kosten, wenn Permalinks, Redirects oder die Sitemap nicht sauber übernommen wurden.

Arbeiten Sie diese Punkte nach dem Umzug ab:

  • Permalinks prüfen: Rufen Sie Einstellungen > Permalinks auf und speichern Sie die Struktur einmal neu, damit die .htaccess korrekt geschrieben wird.
  • Redirects testen: Prüfen Sie alte URLs auf Weiterleitungen. Jede tote URL kostet Sichtbarkeit.
  • Sitemap einreichen: Reichen Sie die XML-Sitemap in der Search Console neu ein und prüfen Sie auf Abdeckungsfehler (developers.google.com).
  • SSL-Verschlüsselung kontrollieren: Alle URLs müssen auf https laufen, sonst meldet der Browser gemischte Inhalte.
  • Interne Links prüfen: Suchen Sie nach Verweisen, die noch auf die alte Domain zeigen.
  • Ladezeit messen: Ein neuer Server kann schneller oder langsamer sein. Vergleichen Sie die Werte vor und nach dem Umzug.
Wichtige Erkenntnis Der Umzug ist erst abgeschlossen, wenn die Search Console keine Abdeckungsfehler mehr meldet und alle alten URLs per Redirect erreichbar sind. Planen Sie dafür mindestens eine Woche ein.

Umgang mit großen Datenbanken und Sicherheits-Check nach dem Umzug

Große Datenbanken bringen den Export über phpMyAdmin schnell an seine Grenzen. Bricht der Vorgang wegen eines Server-Timeout ab, hilft ein Export per Kommandozeile über mysqldump oder das Aufteilen der Datenbank in mehrere Teile. Fragen Sie im Zweifel den Support des Hosting-Providers, ob er den Export direkt auf dem Server ausführen kann.

Nach dem Umzug gehört ein Sicherheits-Check dazu:

Prüfpunkt Was zu tun ist Warum es zählt
Alte Zugangsdaten Datenbank-Passwort in wp-config.php ändern Alte Zugänge bleiben sonst gültig
Nutzerkonten Unbekannte Administratoren entfernen Verhindert fremde Zugriffe
Plugins Nicht genutzte Erweiterungen löschen Weniger Angriffsfläche
SSL-Zertifikat Gültigkeit und Erneuerung prüfen Warnt sonst Besucher im Browser
Backup-Archiv Neue Sicherung nach dem Umzug anlegen Schützt vor Fehlern nach dem Wechsel

Löschen Sie außerdem die Backup-Dateien vom alten Server, sobald der Umzug abgeschlossen ist. Ein frei zugängliches SQL-Dump im Webspace ist eines der häufigsten Sicherheitslecks nach einer Migration.

Häufige Fehler beim WordPress-Umzug und wie Sie diese vermeiden

Die meisten Probleme entstehen aus wenigen, immer wiederkehrenden Ursachen. Wer sie kennt, spart sich Stunden Fehlersuche.

  • Fehlendes Backup vor dem Start: Ohne vollständiges Archiv gibt es keinen Rückweg. Immer zuerst sichern.
  • Falsches Datenbank-Präfix: Tabellen werden nicht gefunden, wenn das Präfix beim Import nicht angepasst wurde.
  • Falsche Dateirechte: Ordner auf 755, Dateien auf 644, sonst verweigert WordPress Schreibzugriffe.
  • Zu früher DNS-Wechsel: Wer die Nameserver ändert, bevor die neue Umgebung läuft, schickt Besucher auf eine leere Seite.
  • Vergessene Redirects: Alte URLs ohne Weiterleitung verlieren ihre Rankings dauerhaft.
  • Alte Zugangsdaten nicht geändert: Nach dem Umzug sollten alle Passwörter neu gesetzt werden.

Ein sauberer WordPress-Webseitenumzug ohne Datenverlust scheitert selten an der Technik, sondern an der Reihenfolge. Wer erst sichert, dann kopiert und zuletzt den DNS umstellt, hat den Umzug in der Regel an einem Nachmittag erledigt.

Wenn Sie den Umzug lieber auf einer frischen, vorkonfigurierten Umgebung aufsetzen möchten, finden Sie bei 1euro-hosting.de eine vollwertige WordPress-Installation inklusive Plesk-Kontrollpanel und SSL-Zertifikat, die Sie sofort nutzen können. Die monatliche Kündbarkeit ohne Einrichtungsgebühr macht den Test unverbindlich.


Ein WordPress-Umzug bleibt ein technischer Eingriff, bei dem ein falscher Schritt die Seite offline setzen kann. Wer sich die manuelle Migration sparen möchte, startet mit einer fertigen Umgebung, die Datenbank, SSL-Zertifikat und Plesk-Panel von Anfang an mitbringt. Bei 1euro-hosting.de erhalten Sie eine vollwertige WordPress-Installation ab 1 Euro pro Monat, monatlich kündbar und ohne Einrichtungsgebühr. Bringen Sie Ihre Website ohne Datenverlust auf den neuen Server.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich meine WordPress-Website umziehen?

Ein WordPress-Umzug läuft in drei Phasen: Zuerst erstellen Sie ein vollständiges Backup von Datenbank und Dateien. Dann übertragen Sie beides auf den neuen Server, entweder manuell per phpMyAdmin und FTP/SFTP oder mit einem Migration-Plugin. Zum Schluss passen Sie die wp-config.php an, prüfen die Permalinks und stellen die DNS-Einstellungen um. Wichtig ist, die alte Installation erst dann zu löschen, wenn die neue Seite fehlerfrei läuft und die DNS-Propagation abgeschlossen ist.

Wie lange dauert ein WordPress-Umzug in der Regel?

Die reine Datenübertragung dauert bei einer kleinen bis mittleren Seite meist 30 bis 90 Minuten. Entscheidend ist jedoch die DNS-Propagation: Nach der Umstellung der Nameserver oder des A-Records kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis alle Besucher die neue Seite erreichen. Planen Sie den Umzug daher am besten für ein Wochenende oder eine verkehrsarme Zeit und halten Sie die alte Installation während dieser Phase noch online.

Welche Plugins eignen sich am besten für einen WordPress-Umzug?

Migration-Plugins übernehmen Datenbank-Export, Dateitransfer und das Ersetzen alter URLs in einem Durchgang. Sie eignen sich vor allem für Einsteiger, die keinen FTP-Client einrichten möchten. Bei sehr großen Datenbanken oder speziellen Server-Konfigurationen stoßen manche Plugins jedoch an Grenzen, etwa bei Server-Timeoutss. In solchen Fällen ist die manuelle Migration über phpMyAdmin und SFTP-Zugang die zuverlässigere Wahl.

Was muss ich beim Umzug der Domain beachten?

Beim Domain-Transfer ändern Sie entweder die Nameserver oder setzen einen neuen A-Record auf die IP des Zielservers. Prüfen Sie vorher, ob die Domain bei Ihrem Registrar frei für einen Transfer ist und ob ein Auth-Code benötigt wird. Achten Sie außerdem darauf, dass SSL-Verschlüsselung und Domain-Mapping beim neuen Hoster korrekt eingerichtet sind, damit die Seite nach der DNS-Propagation sofort über HTTPS erreichbar ist.